Wahlkampf

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Wahlkampf

Gesetzliche Regelungen und Fristen

  • Landeswahlgesetz auf „Fallstricke“ hin überprüfen (z.B. Wie viele Mitglieder muss es in jedem Wahlkreis geben, damit man als Partei für den Wahlkreis zugelassen werden kann?)
  • Abgabetermin für Unterschriftensammlung und Anzahl der benötigten Unterschriften (min. +10% Puffer einplanen!) in Erfahrung bringen
  • Aufstellungsversammlungen - zu ergänzen
  • Landeslisten - zu ergänzen

Organisation und Konzeption

  • Organisation
    • Einen Landesparteitag für eine Aufstellungsversammlung von Listen mit Kandidaten*innen einberufen
    • Dem Wahlamt die Namen auf den Listenplätzen mitteilen

  • Konzeption: Es sollte eine konzeptionelle Planung des Wahlkampfes vor Ort erfolgen. Maßnahmen müssen geplant werden:
    • Plakate, Formate, Botschaften, Flyer und Kandidatenprospekte sowie Veranstaltungen, sammeln von Unterstützungsunterschriften und andere Ereignisse.
    • Bei großen Städten gibt es so viele (Klein-)Parteien, die Wahlkampf machen, da ist es schwer aufzufallen. Wenn es nicht sowieso Leute in der Stadt gibt, macht es nicht so viel Sinn, dort extra hinzufahren und Wahlstände aufzubauen.
    • Neben klassischer Druckware muss ein Wahlkampf auch im Internet und dortigen Sozialen Netzwerken geführt werden. Dafür müssen DiB Mitglieder mit entsprechenden Erfahrungen gewonnen werden.
    • Die Aufbereitung von Materialien aller Art sollten Grafiker vornehmen. Fotos sollten von Profis geschossen werden.

  • Zeitplanung
    • Systematische Wähleransprache und Öffentlichkeitsarbeit will wohl organisiert sein. Wann ist der beste Starttermin? Wer bestimmt ihn? Für DiB gilt auf jeden Fall: der frühe Vogel fängt den Wurm. Wenn in der heißen Wahlkampfphase alle Parteien aktiv sind, sinkt die Aufmerksamkeit für uns. Beginnen wir hingegen als Erster und möglichst früh mit Kontaktsuche und kommunikativen Maßnahmen, fällt unser Engagement besonders positiv auf.
    • Zeitraum recherchieren, in dem Plakate aufgehängt und Wahlkampfstände erlaubt sind.

Wahlkampfteam

Mit einem Wahlkampfteam werden die Kandidaten*innen vernetzt und unterstützt. Auch innerhalb von DiB muss sich vor der Wahl eine Fixierung auf die Kandidaten*innen aufbauen:

  • Kandidaten*innen sollten sie von den Parteivorständen regelmäßig eingeladen werden. So wird nicht nur der Kontakt gepflegt, sondern auch ein reger Meinungsaustausch ermöglicht.
  • Wie im betrieblichen Projektmanagement brauche es eine kleine schlagkräftige Entscheidungsgruppe aus dem Wahlkampfteam. Diese kann kurzfristig tagen und operativ entscheiden.
  • Falls sich ein Beratungsteam für die Kandidaten aufstellen lässt, wäre dies hilfreich. Seine Aufgabe läge in der politischen und persönlichen Beratung sowie im individuellen Coaching der „Spitzenkandidaten*innen“.
  • Erfolg in einem solchen Projekt ist nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen. Einigkeit macht stark. Die Wähler erwarten klare Linie und Harmonie und keinen Streit von DiB.

Sponsoring

Wahlkampf kostet Geld! Mit persönlichen Anfragen zwecks Unterstützung und der Bitte um Sachmittel bzw. Spenden für Events und Aktionen wird der Wahlkampf finanziert. Bei DiB gilt natürlich: kein Sponsoring durch Unternehmen. Lege ein max. Budget fest, damit Du nach der Wahl nicht von leeren Kassen und Schulden stehst. Keine unüberlegten Ausgaben in der heißen Wahlkampfphase.

Unterstützungsunterschriften

DiB ist momentan noch vor jeder Wahl verpflichtet, Unterstützungsunterschriften in unterschiedlich hoher Anzahl zu sammeln, um für die jeweilige Wahl zugelassen zu werden. Dies bedeutet, das Menschen öffentlich Ihr Interesse daran bekunden müssen, das wir auf dem Wahlzettel erscheinen. Die Erfahrungen zeigen, dass das Leisten einer Unterschrift scheinbar eine sehr hohe Hürde darstellt:

  • Anschreiben per E-Mail an Bekannte und Freunde mit angehängtem PDF haben sich als Methode mit befriedigender Rücklaufquote erwiesen.
  • Postwurfsendungen (Anschreiben und ausgedrucktes Formular) in der Nachbarschaft / im Stadteil erbringen so gut wie nie Rückläufer.
  • Wirksamste Methode ist die persönliche Ansprache von Familie, Freunden, Bekannten, Kollegen*innen und auch Passanten (bspw. im Rahmen eines Infostandes). Mit entsprechenden erläuternden Worten ist die Erfolgsquote dabei sehr hoch.
  • Gesammelte Unterschriften möglichst persönlich ins Amt zum Bestätigen bringen und nicht per Post verschicken. Da hat DiB ganz schlechte Erfahrungen gemacht...
  • Einen Sonderfall stellen die Wahlen in einigen Bundesländern (z. B. Bayern) dar, bei denen Bürger*innen zur Ableistung einer Unterstützungsunterschrift im jeweiligen Rathaus vorstellig werden müssen.

Strategie

Die politische Ausgangslage bestimmt die Grundausrichtung unseres Wahlkampfes für alle anstehenden Wahlen. Da wir zur Zeit kaum in Parlamenten vertreten sind und und nur wenige Mandatsträger*innen in unseren Reihen haben, gibt es also nichts zu verteidigen, sondern nur zu erobern. Angriff lautet die Wahlkampfdevise. Kernbotschaft: Es ist Zeit für einen Systemwechsel, für einen sozialgerechten Klimaschutz und für Veränderungen!

Wahlprogramm

Wahlprogramm im Detail ausarbeiten: aktuelle lokale Themen aufgreifen; Themen, die auch in einem halben Jahr noch aktuell sein werden; Zuständigkeit der politischen Ebene beachten

  • Aus dem ausführlichen Programm ein Kurzprogramm extrahieren (max. 1 Din A4-Seite), dieses dann möglichst noch in einfacher Sprache anbieten.
  • Wahl-o-mat Thesen beantworten (wichtig, weil viele Menschen darüber DiB zum ersten Mal sehen)
  • Botschaft. Jede Wahlkampagne braucht eine Botschaft oder ein Motto. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze (hier exemplarisch):
    • Botschaften aufgrund der zur Wahl stehenden Person: Die Neue, Moritz wählen, Das Duo, Die Veränderer, Der Macher ...
    • Botschaften aufgrund eines Zukunftsversprechens: Sozialgerechter Klimawandel, Mehr Gerechtigkeit, Das Beste für unsere Gemeinde, Transparenz macht stark, ...
    • Botschaften aufgrund von Eigenschaften: Kompetent, Erfahren, Ehrlich, Vertrauenswürdig, Sympathisch ...
  • Vision: Menschen erwarten Visionen und Perspektiven für eine sichere Zukunft von den Kandidaten*innen. Entscheidungen und Handlungen im Leben von Menschen sind (im wesentlichen) von folgenden Ängsten bestimmt: Angst vor Verlust, Angst von dem Ungewissen und Angst vor realen Zuständen, die als negativ empfunden werden. Das Aufzeigen von negativen Zukunftsszenarien (auch wenn sie sachlich richtig sind) ist da absolut fehl am Platze. DiB muss Mut und Hoffnung ausstrahlen. Die Vision sollte aus wenigen Kernpunkten bestehen und klare Ziele bieten. Ideal ist es, ein WIR-Gefühl zu schaffen und ein klares Feindbild aufzubauen. Komm in meine Burg und sei mein*e Freund*in!

Vor Ort Wahlkampf und Netzwerke

  • Jede Gemeinde besteht aus unterschiedlichen Netzwerken. Hier muss man als Kandidat*in präsent sein. In jedem Ort finden sich Runde Tische o.ä.. Da, wo sich Menschen ehrenamtlich engagieren, muss man als Spitzenkandidat*in regelmäßig erscheinen, um sich zu informieren und um Unterstützung für die Anliegen dieser Gruppen anzubieten.
  • Führe Gespräche mit Firmen. Oft sind Unternehmer und Mittelständler in Clubs, Gemeinschaften und Initiativen zusammengeschlossen. Anwälte*innen und Notar*innen sind wichtige Multiplikatoren und Meinungsmacher. Vor Ort ist diese Berufsgruppe im Anwalts- und Notarverein zusammen geschlossen.
  • Einzel- und Großhändler sind starke Multiplikatoren und das Rückgrat des Mittelstandes. Oft sind sie in eigenen Gebiets-, Straßen oder Marketinggemeinschaften zusammen geschlossen. Hier erfährt man die Denke und Erwartungshaltung der inhabergeführten Geschäfte.
  • Führe Gespräche und knüpfe Kontakte mit Feuerwehr, Sanitätsdienst, Polizei, Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, DLRG, THW, etc.. Wo liegen deren Sorgen und Probleme?

Posting und Internet

  • Mit Sozialen Medien wird auf Facebook, Instagram und Co. ein „Fankreis“ aufgebaut. Durch virtuelle Meinungsumfragen kann man Transparenz und aktive Demokratie zeigen. Auch im virtuellen Netz bestehen Vernetzungen zwischen den einzelnen Menschen und den Gruppen. Als Kandidat*in muss es gelingen, in möglichst vielen dieser externen Netzwerke präsent zu sein. Hier werden Meinungen gemacht und Empfehlungen ausgesprochen.
  • Als Kandidat*in und nach der Wahl kommt man um einen Facebook-Account zur Kommunikation wohl nicht herum. Fange früh an auf Facebook zu posten, um so viele "Fans" zu bekommen.
  • Jede*r Kandidat*in und jede*r Politiker*in braucht eine eigene Homepage mit Domain. Drucke auf alle Printmedien das Quick Response Logo. So kann per Smartphone die Homepage einfach und schnell erreicht werden.

Wahlkampfstand

DiB Wahlkampfteams und Kandidaten*innen müssen sich für die Diskussion und die Infostände fit machen. Hier einige Punkte für erfolgreiche Straßenaktionen:

  • Ein Pavillon in DiB-Farben ist ansprechender als ein normales weißes Zelt.
  • Belebte Zone (Fußgängerbereich) wählen, Einkaufszentrum oder Wochenmarkt nahebei
  • Stand an engen Bereichen aufbauen, damit Passanten auf den Stand / die Person zulaufen müssen
  • Genügend Abstand vom politischen Gegner
  • Anmeldung beim Ordnungsamt der jeweiligen Stadt/Gemeinde im Vorfeld
  • Ideal ist ein Stromanschluss in der Nähe. Ein beleuchteter Stand lockt an
  • Platz sauber halten, stabile und windgerechte Aufbauten
  • Gegenstände zum Beschweren des Materials
  • DiB T-Shirts o. ä. anziehen, damit man erkannt wird. Korrekte, nicht zu auffallende Kleidung.
  • Plakataufsteller und Banner an den Seiten des Pavillions / Tisches
  • Die Kinder nicht ignorieren sondern als “Eisbrecher” nutzen ( Einhornaufkleber, Einhornbuttons)
  • Ein Einhorn ist auch leicht zu transportieren und zieht Kinder an. Die Eltern haben "zwangsmäßig" Zeit, sich zu Unterhalten. ;-)
  • Keine Ballons, da gefährlich für Vögel und umweltschädlich. Lieber Fähnchen, etc. für Kinder vorhalten (Gurkensticks gehen immer ...)
  • Möglichst viele Teilnehmer von DiB für eine Aktion
  • Nur eine kleines Team hinter dem Stand, alle anderen verteilen sich um den Stand und gehen offen auf Leute zu
  • DiB- Buttons und Namensschilder tragen
  • Möglichst nicht untereinander reden, sondern offen für Ansprache sein
  • Aktuellen Flyer / Wahlprogramm für den Erstkontakt nutzen
  • Höflich und zurückhaltend im Gespräch sein
  • Leuten die Chance geben, mal Dampf abzulassen
  • Bürger*innen sollen stärker zu Wort kommen als DiB
  • Das Einhorn kann man als Feedbackfläche nutzen (Leute sollen ihre Wünsche an die Politik auf gelbe Post-it schreiben und aufkleben).
  • Auf keinen längeren Fight einlassen, nicht provozieren lassen. Insbesondere die Frage des Umgangs mit der AfD ist problematisch. AfD-Statements positiv kontern, mit Formulierungen wie: „Wir würden…“
  • Widerspruch als Zustimmung mit Ja-Aber Antworten verpacken
  • Festlegen, wer aus dem Team ggfs. auf schwierige Fragen reagiert
  • Etwas Selbstkritik ist keine Schande
  • Bürger muss bei DiB ein gutes Gefühl bekommen
  • Wahlbitte / Bitte um Unterschrift am Schluss äußern, (E-Mail) Adresse aufschreiben, Antwort versprechen
  • Der wichtigste Tipp: Lächeln, lächeln, lächeln

Haustürwahlkampf

Auch eine wirkungsvolle Methode, um den Wahltag, die Partei oder die Kandidaten*innen zu bewerben. Wahlkämpfer*innen gehen dabei von Tür zu Tür und informieren die Anwohner über die anstehende Wahl. Haustürwahlkampf ist ein gutes Zeichen nach außen für das demokratische und bürgerliche Selbstverständnis von DiB: wir wollen gemeinsam mit unseren Mitbürgern*innen unsere Gesellschaft gestalten. Deshalb gehen wir von Tür zu Tür und stecken viel Zeit und Energie in die Entwicklung des demokratischen Prozesses.

  • Die Wahl an sich steht im Vordergrund. DiB und seine Kandidaten*innen werden dabei zur Nebeninformation. Sie sollen nur zeigen, wer sich hier ganz nobel in den Dienst des demokratischen Prozesses stellt.
  • Potentialanalyse betreiben: Wo sind meine (vermeintlichen) Hochburgen
  • Wo habe ich eine besonders hohe Bevölkerungsdichte?
  • Teams aus zwei Personen bilden, die gemeinsam losgehen
  • Werktags: 17 bis 20 Uhr, am Wochenende ganztägig
  • Klemmbrett und Stift
  • Karte vom Zielgebiet
  • Mehrere Klingeln betätigen und “Informationen zur Wahl” ankündigen
  • Im oberen Stock beginnen, pro Haustür ein Flyer, maximal 1 Minute
  • Diskussionen im Treppenhaus vermeiden
  • Keine Wohnung betreten
  • Keine Einladungen oder Geschenke annehmen